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Kritiken zum Mozart-Konzert 2011

Zu den beiden Mozart-Konzerten in Köln bzw. im Kloster Steinfeld sind einige Kritiken erschienen, die wir im Folgenden widergeben.



Kölnische Rundschau | Köln  11.10.11

Koloraturen sprudelten wie Quellwasser


Neues Rheinisches Kammerorchester und KölnChor führten Mozarts "Große Messe" auf


VOLKER FRIES


Mozarts "Große Messe" in c-moll (KV 427) ist nur als Torso überliefert, Gesamtdauer eine knappe Stunde. Daher schickte Chorleiter Wolfgang Siegenbrink ihr in der Trinitatiskirche Mozarts Sinfonie A-Dur (KV 201) voraus, die er auch selbst dirigierte. Erfreulich daran war vor allem die Wiederbegegnung mit dem Neuen Rheinischen Kammerorchester, das vor etlichen Jahren in der Philharmonie noch eine feste Größe war, dann aber in der Versenkung verschwand. Bezeichnend vielleicht, dass im Programmheft keiner der früheren Dirigenten erwähnt wird - als ob man sich ihrer schämen müsste. Siegenbrink brachte die verwaiste Truppe behutsam in Gang, sie blühte nach und nach auf, mit satten Streichern und leuchtenden Holzbläsern. Den Hörnern ging allerdings einiges daneben. Das Menuett kam etwas betulich daher, doch das Finale erfrischte anschließend wie vorgeschrieben "con spirito". Noch überzeugender wirkte das Ensemble indes bei der differenzierten Begleitung des KölnChors. Das Ensemble war auf die vielfältigen Aufgaben der Mozart-Messe mustergültig vorbereitet, sang so transparent wie kraftvoll, ein Vergnügen. Wunderbar, wie die Stimmen etwa nach den ersten "Sanctus"-Rufen plötzlich ins Piano abtauchten. Leichte Intonationstrübungen gegen Ende des "Gloria" waren schnell behoben, insgesamt begeisterte die Sattelfestigkeit der Sängerinnen und Sänger, zumal bei Fugen (z. B. "Hosanna..."). Unter den Solisten überragte die Sopranistin Stefanie Wüst ihre drei Kollegen, sie hatte freilich auch die dankbarste Partie. Ihre Koloraturen sprudelten hervor wie Quellwasser, obwohl die Ärmste derzeit angeblich "eine Erkältung plagt". Ihr Zusammenwirken mit Flöte, Oboe und Fagott im "Et incarnatus" wurde zum intimen Zentrum des Ganzen. Uta Runne betreute die zweite Sopranpartie engagiert, Markus Francke (Tenor) und der kaum geforderte Heikki Kilpeläinen (Bass) rundeten das Klangbild ab.

 

 

 

Kölner Stadt-Anzeiger Eifel  11.10.11

Großartige klangliche Verflechtungen in der Basilika


KONZERT Im Mittelpunkt standen Werke von Mozart


VON GUDRUN KLINKHAMMER


Kall-Steinfeld. Ein rundum schönes Konzert erlebten die Besucher am Sonntagnachmittag in der nahezu ausverkauften Basilika. Bei den dargebotenen Werken handelte es sich ausschließlich um emotionsreiche, zeitlos schöne Musik, komponiert von Wolfgang Amadeus Mozart.


Angenehme Spannung


Die Ausführenden verstanden ihr Handwerk ausgezeichnet. Im Zentrum ihrer Aufführung stand die Große Messe in C-Moll aus dem Jahr 1782. Auf Neudeutsch könnte man die Komposition als echtes "Hammerwerk" betiteln. Unverwechselbar beginnt das Kyrie mit einer fünftaktigen Orchestereinleitung. Im verlangten "piano" setzten die Streicher des "Neuen Rheinischen Kammerorchesters" unter der Leitung von Wolfgang Siegenbrink vorbildlich ihre Bögen und stellten das erste musikalische Motiv vor. Stufenweise und von Beginn an mit einer angenehmen Spannung und Lebendigkeit versehen, stiegen die Choristen von Sopran, Alt, Tenor und Bass des "KölnChores" ins musikalische Geschehen ein und starteten eine großartige, gelungene klangliche Verflechtung. Stefanie Wüst übernahm professionell und sehr einfühlsam den Solo- Sopran-Part, dem in dieser Mozart- Messe eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Der beliebte Salzburger Komponist schrieb das Musikwerk kurz nachdem er "seine" Constanze vor den Traualtar geführt hatte. Seine Frau soll es auch gewesen sein, die als Sopran-Solistin bei der Premiere mitwirkte. Ebenso überzeugten in Steinfeld die Solisten Uta Runne (Sopran), Markus Francke (Tenor) und Heikki Kipeläinen (Bass), deren Stimmen bestens miteinander harmonierten. Dem einmalig schönen Chorwerk vorweg stellte Wolfgang Siegenbrink die Sinfonie Nr. 29 A-Dur. Mit diesem viersätzigen, reinen Orchesterwerk gelang eine gute Einstimmung auf das Zentralwerk des Konzerts. Frisch und flott erklangen die beiden Ecksätze mit der Bezeichnung "Allegro". So schön wie eine Filmmusik kam das Andante daher. Tänzerisch und schwungvoll präsentierten die engagierten Instrumentalisten das Menuett, das teilweise im Dreivierteltakt notiert ist. Für ihre großartige Leistung ernteten die Ausführenden herzlichen Applaus.


Profi-Chor


Beim "KölnChor" handelt es sich um einen der großen Konzertchöre im Köln/Bonner Raum. Seit vielen Jahren behaupten sich die 80 Sängerinnen und Sänger erfolgreich im professionellen Musikbetrieb. Eine große Würde wurde dem Ensemble zuteil, als es eingeladen wurde, das hoch emotionale Konzert von Anna Netrebko und Erwin Schrott im Juli 2011 in der Kölner Philharmonie zu begleiten.

 

 

 

Kölnische Rundschau, Eifel  11.10.11

Die hohen Anforderungen erfüllt


Mozarts "Große Messe" in der Steinfelder Basilika aufgeführt


IRENE LANGE


STEINFELD. Wieder einmal bot das einmalige Ambiente der Basilika des Klosters Steinfeld den Rahmen für ein musikalisches Highlight. Aufgeführt wurde die Große Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Konzert wurde vom Neuen Rheinischen Kammerorchester und dem KölnChor unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Siegenbrink aufgeführt. Vier hervorragende Solisten trugen zur Vollendung eines beeindruckenden Musikereignisses bei.


Präzision und Ausdruckskraft


Sozusagen als "Hors d'oeuvre" servierte das Orchester zunächst die Sinfonie Nr. 29 in A-Dur. Danach folgte die Messe, ein wahres Monumentalwerk Mozarts, deren stilistische Vielfalt der Chor von Anfang an mit Stimmgewalt gestalten konnte. Sopranistin Stephanie Wüst brillierte mit ihrer klaren, tragenden Stimme und Schwindel erregenden Koloraturen. Ihre Stimme harmonierte im Duett mit der Mezzosopranistin Uta Runne. Beide Sängerinnen überzeugten mit stimmlicher Präzision und Ausdruckskraft. Auch Tenor Markus Francke und Bass Heikki Kilpeläinen trugen mit ihrem Gesangsbeitrag zur Vielschichtigkeit des Mozartschen Werkes bei. Nicht zu vergessen die instrumentale Begleitung durch das Neue Rheinische Kammerorchester und das einfühlsame Dirigat von Wolfgang Siegenbrink, der Chor und Orchester perfekt "im Griff" hatte. Das überaus anspruchsvolle und emotionale Mozartsche Meisterwerk stellte sowohl an Chor, Musiker und Solisten hohe Anforderungen, die jedoch von allen Künstlern erfüllt wurden. Sie sorgten damit für einen Konzertnachmittag in der Steinfelder Basilika von höchstem Niveau. Dafür bedankte sich das Publikum mit lang anhaltendem Beifall.